Sonntag, 20. Mai 2012

An die Mächtigen dieser Welt


Seid gegrüßt, ihr Mächtigen dieser Erde.
Gestattet, ein paar Worte an euch zu richten, die uns am Herzen liegen. 


Ihr tragt Verantwortung auf euren Schultern und mir ist bewusst, dass ihr alle nach euren Überzeugungen, Kenntnissen, Vorstellungen und Möglichkeiten das Beste wollt und dafür das Nötige tut. Doch vergesst bitte nicht, wie wichtig es ist, die eigenen Überzeugungen stets zu hinterfragen, sonst läuft man Gefahr, wichtige Irrtümer zu übersehen.

Die Probleme auf unserer Welt werden mehr und es ist offensichtlich, dass es immer schwieriger wird, eure Vorstellungen durchzusetzen, nicht nur in Deutschland / Europa, das zeigt sich immer häufiger überall auf unserem Planeten. Und möglicherweise haben die Menschen, die sich dagegen auflehnen, gar nicht so unrecht, vielleicht liegt es daran, dass eure Überzeugungen euch fehlleiten. Ihr dient einem System, das weder Mensch, Tier noch Natur dienlich ist. Es dient einzig der Ausübung von Kontrolle und Macht. Wozu soll es sonst dienlich sein, Mensch, Tier und Natur vorzuenthalten, was ihnen entspricht und was sie brauchen, obwohl alles vorhanden ist? 
Ihr seid überzeugt von der Richtigkeit und Wichtigkeit dieses Systems, aber so viele waren schon von dem überzeugt, was sie tun. Und viele von ihnen haben geirrt, viele haben in ihrer Überzeugung Vernichtung gesäht und möglicherweise seid auch ihr in einem solchen Irrtum. Möglicherweise spricht man in zwei-, dreihundert Jahren mit Schaudern von den Menschen, die Monopoly mit dem Lebensraum aller gespielt haben und mit ihren Entscheidungen dazu beigetragen haben, was dann sein wird.



Schaut mal - wie soll es funktionieren, unseren Lebensraum zu schützen, wenn ihr euch einem System unterwerft, das es erlaubt, die Schätze der Natur zu bergen, ohne der Natur einen Ausgleich zu hinterlassen? Wir benehmen uns doch wie Diebe, die mit ihrem Diebesgut Geschäfte machen. Ist es nicht so?

Wie soll es möglich sein, die Würde des Menschen zu schützen, wenn ihr euch einem System unterwerft, in dem eine Stunde im Leben eines Mächtigen so viel mehr entlohnt wird als eine Stunde im Leben eines Hilfsarbeiters? Und in dem Pflege und Obhut eine Kostenfrage ist, während Ausbeutung und Raubbau letztendlich mit Profit-Möglichkeiten winkt?

Wie soll es möglich sein, denen, die nach uns hier leben wollen, die gleiche Heimat zu vererben, wenn ihr euch einem System unterwerft, das von uns verlangt, mehr und mehr zu verbrauchen, damit das System wachsen kann - unser eigener Lebensraum aber zunehmend an Qualität verliert? Habt ihr nicht gelernt, dass man einen Ort so verlassen sollte, wie man ihn vorgefunden hat?

Wie soll es möglich sein, die Welt gesund zu erhalten, wenn ihr glaubt, das Beste und Meiste für euer Gebiet zu sichern? Während andernorts im Sekundentakt Menschen Hungers sterben. Ist nicht die Würde JEDES Menschen unantastbar?



Wir leben längst in einer Zeit, in der alle mehr und mehr die Auswirkungen dessen zu spüren bekommen, was wir anderenorts versäumen. Das ist schon lange kein Geheimnis mehr. Und wir leben in einer Welt, in der die Menschen an der Basis längst spüren und wissen, dass die Menschheit auf Vernichtungskurs ist. Und sie werden sich mehr und mehr bewusst, dass sie Marionetten im Moloch Wirtschaft sind. Und das so viel mehr getan werden müsste und auch könnte, wenn uns nicht wirtschaftliche Begrenzungen daran hindern würden.

Natürlich wehren die Menschen sich. Nicht, weil sie unbeherrschbar und schlecht sind, sondern weil ihr möglicherweise falschen Überzeugungen anhängt, die sie nicht mehr mitmachen wollen. Und das ändert ihr nicht, indem ihr Truppen aufbaut, um etwaigen Eskalationen begegnen zu können.

An die Mächtigen in Deutschland:
Gerade bei uns hier in Deutschland sollten wir wissen, wohin falsche Überzeugungen führen können. Auch wenn die Verantwortlichen felsenfest von ihren Vorstellungen überzeugt sind - überzeugt sein von etwas ist keine Gewähr für Richtigkeit.
Hier in Deutschland ist es die höchste Pflicht der Menschen, sich zu erheben, wenn ein System sich gegen den Menschen und gegen das Leben stellt und ihnen ihre Freiheit zu nehmen droht. Und das tut es, ihr habt es möglicherweise nur noch nicht bemerkt


Wieder an alle:
Es geht nicht darum, welches eurer Systeme ihr gerade richtig findet - Kapitalismus, Sozialismus, Kommunismus oder was auch immer - sie alle funktionieren letztlich nach den von mir oben genannten Ausrichtungen. Und führen uns immer mehr an den Abgrund. Es geht nicht darum, wer von euch recht hat, es geht jetzt darum, das Richtige zu tun - NICHT für die Wirtschaft, sondern fürs Überleben.
Seht ihr das denn nicht?

Ich bitte euch, zu überdenken, ob es so wichtig ist, an dem System herumzufeilen und die Menschen dazu zu kriegen, sich diesem System zu unterwerfen - vielleicht ist es jetzt wichtiger, eure eigenen Überzeugungen von der Notwendigkeit dieses künstlichen Systems zu hinterfragen.
Was ist euch wichtiger: Die Erfindung Wirtschaft oder das Leben?
Beides werdet ihr nicht in Einklang bringen können, wenn die Wirtschaftlichkeit gewinnt, wird (nicht nur) der Mensch verlieren. Unser ökologischer Fußabdruck wird weiter wachsen (logisch - im Einklang mit der wachsenden Wirtschaft). Und wohin das früher oder später führt, könnt ihr auch ohne Beratung von Wirtschaftsexperten erkennen. Die Menschen an der Basis erkennen es jedenfalls: Ihr zerstört das Erbe unserer Kinder. Und ihr stürzt (nicht nur) die Menschen in eine Not, die nicht sein müsste, denn das, was sie brauchen, ist ja eigentlich da. Aber es wird den Bedürftigen aus wirtschaftlichen Erwägungen verwehrt. Das kann nicht richtig sein.

Und je mehr die Not der Menschen steigt, umso wahrscheinlicher wird das Risiko einer Eskalation, die ihr über kurz oder lang nicht mehr beherrschen könnt. Und was dann wird, will ich gar nicht wissen. Ihr vermutlich auch nicht. Begreift, dass ihr weniger für das Konstrukt Wirtschaft als für das Leben auf unserer Welt verantwortlich seid.



Es gibt einen anderen Weg, viele beschäftigen sich schon damit, das bestehende Regelwerk aufzulösen. Aber solange ihr auf der Überzeugung besteht, dass das System richtig, wichtig und unabdingbar ist, solange ihr diese Menschen Utopisten nennt, solange unterstützt ihr ein System, das uns alle an den Rand der eigenen Vernichtung bringen wird. Und vielleicht darüber hinaus. 


Ein Weg ist da - ihr müsst ihn nur einschlagen.
Eine/r wird der/die erste sein und an diesen Ersten wird sich die Welt erinnern, solange es Menschen gibt. Ob es eine/r von euch sein wird, werden wir sehen.


Ihr habt es in der Hand.
Seid klug und wählt weise.



Im Namen der Menschen und des Lebens

A.C.Feist-Nerowski für IG Leben

Montag, 5. März 2012

Die Grund-Prinzipien unseres Verteilungssystems

Die Grundprinzipien der Wirtschaftlichkeit, nach denen global gewonnen, produziert und verteilt wird:

1. Die Ausrichtung:
Der Natur wird entnommen, ohne ihr einen Ausgleich zu zollen und im Laufe der Verteilung nimmt jeder einen Teil davon, so dass der Endverbraucher alles bezahlen muss – und wenn er es nicht kann, sind andere dafür zuständig, die entweder Steuern zahlen oder freiwillig spenden. Ob der Bedürftige/Verbraucher den dafür erforderlichen Ausgleich hat oder nicht, wird von diesem System nicht berücksichtigt – aber die Evolution lehrt uns das anders.

Natur nimmt und Natur stellt zur Verfügung und für alles, was bereitgestellt wird, gibt es Verbraucher – und die brauchen kein Konto dafür. Das hat Jahrmillionen funktioniert, während das vom Menschen erfundene künstliche System auf weitere künstliche Regulatoren angewiesen ist und dennoch immer wieder kollabiert.

2. Geld fließt zu Geld: 
Wer Geld hat, verleiht es an die, die keins haben und dafür erhält er wiederum mehr Geld. Da sollte es wirklich keinen wundern, dass es immer weniger immer Reichere gibt und immer mehr immer Ärmere. Es funktioniert also nicht. 

Die Evolution verläuft in Richtung Vielfalt des Lebens, unser Verteilungssystem hingegen nicht. Unser Verteilungssystem bringt uns dazu, der Natur mehr zu entziehen, als wir brauchen – weil damit Profit zu erzielen ist. Und das führt mich zu dem für mich dritten Punkt:

3. Jedwedes aus-nutzen natürlicher Ressourcen in allen Bereichen verspricht möglichen Profit und wird somit nach den Regeln unseres Systems belohnt.
Während Hilfe, Pflege, Schonung, Erhalt eine Frage der Bezahlbarkeit ist und entweder mit Verlust ‘bestraft’ wird oder zumindest den Profit (die Belohnung) schmälert.

Das ist die Basis unseres Verteilsystems.



Evolution beinhaltet, 
dass das überdauert, was am besten funktioniert. 
Das vom Menschen erfundene Lebenssystem hat diese Entwicklung verzerrt und zum großen Teil sogar ins Gegenteil gekehrt.

Kein Lebewesen kann sich ungestraft gegen das Leben und die Evolution wenden – auch nicht der Mensch. Er hat geglaubt (und viele glauben noch immer), dass er die Natur des Lebens beherrschen kann, aber er irrt. Er kann das Leben weder in sich noch um sich wirklich beherrschen, indem er ihm lebenswidrige Regeln auferlegt. Es funktioniert nicht – und es wird auch zukünftig nicht funktionieren. In keinem Bereich.
Funktionieren kann auf Dauer nur, was den Gesetzmäßigkeiten des Lebens entspricht. 
Was sich ihnen entgegenstellt, wird nicht überdauern - so funktioniert Evolution. Das ist die Basis – darauf kann man (fast) jeden Missstand zurück führen. Mir ist bislang noch keiner begegnet, den ich nicht auf diese Basis zurückführen kann. 

Fazit
Wenn nun aber das globale Regulierungssystem so deutlich darauf ausgerichtet ist, das Verhalten derart fehlzuleiten, dann brauche ich es nicht groß umzubasteln, dann muss ich bereit sein, es von Grund auf aufzulösen und gegen eines zu ersetzen, das mit den Gesetzmäßigkeiten des Lebens in Einklang steht. 
Solange belohnt wird, mehr zu wollen, als gebraucht wird, solange wird es so weitergehen, denn Lebewesen orientieren sich nach Belohnung. 

Das sind real zugrunde liegende Tatsachen. 
Es ist zwar verständlich, dass man die Entwicklung beklagt, es ist auch verständlich, dass man an Werte appelliert, aber auch, wenn man Moral predigt, bis einem Buchstaben aus den Ohren wachsen und trotz aller Gegenmaßnahmen - die Entwicklungsrichtung wird sich nach dem richten, was mit Leckerlis winkt. Die Dinge sind nämlich nicht, wie man sie gern hätte, sondern so, wie sie eben sind. Und sie sind so, dass wir an einem Kontrollsystem festhalten, das uns dazu bringt, uns krank zu machen und unseren Nachkommen den Lebensraum zu plündern.

Was tun?
Ich wäre nicht ich, wenn ich mich nicht damit auseinandergesetzt hätte, wie eine mögliche Neustrukturierung aussehen müsste, um funktionieren zu können. Fortsetzung folgt! :)

Sonntag, 4. März 2012

Zukunftsdialog (ein Versuch)

Liebe Frau Merkel,


ich finde den 'Zukunftsdialog' richtig gut, danke dafür. Möglicherweise werde ich mich noch daran beteiligen, aber erstmal möchte ich für mich schreiben, wie ich mir das Leben zukünftig vorstelle. 


Vorab vielleicht noch: Ich wollte nicht mit Ihnen tauschen, überall höre und lese ich Angriffe, aber kaum einer hat ne Idee, wie es besser machbar sein könnte. Klar - sie empören sich (verständlicherweise), wo noch Geld hinfließen soll (und es gibt viele Brennpunkte), aber sie tun es wie es ein 5-jähriges Kind tut: Es will was haben, aber es hat keine Ahnung, wo Pappa und Mamma das Geld dafür herholen. Ein Kind kann dieses System sowieso nicht wirklich begreifen, weil es viel zu unnatürlich ist (auch wenn die Erwachsenen von seiner Notwendigkeit oft sehr überzeugt sind - aber nu, die waren auch mal überzeugt, dass die Erde eine Scheibe ist, das hats aber auch nicht richtiger gemacht).


Klar - wenn die Hilflosigkeit und das Gefühl des hilflosen Ausgeliefert-Seins aufwallt, dann kochts über, das versteh ich gut. Es nutzt halt nix, nur zu sehen, was falsch läuft, wenn man keine Idee hat, wie es laufen könnte. Missstände aufzählen ist wichtig und richtig, aber Mensch sollte nicht darinnen verharren. Dennoch ist es ganz normal: Konfrontiere einen Menschen (oder auch ein Tier) mit Existenzangst, treib ihn in die Ecke und dann wird er sauer. Das kann kaum einer besser verstehen als ich. Aber Sie tun halt auch nur, was Ihnen möglich ist und ich glaube auch, dass Sie tun, wovon Sie überzeugt sind - auch wenn andere nicht davon überzeugt sind. Diese sehn, wo es falsch läuft und wo etwas fehlt, aber Sie sehn auch, dass die Ausgaben steigen und mittlerweile viel höher sind als die Einnahmen, die fallen.


Interessanterweise hat mein Vater mir das vor.... - ziemlich genau 40 Jahren prophezeit und er hat es mir gut erklärt, ich konnte ihn sehr gut verstehen. Umso auffälliger ist es natürlich (für mich), dass jetzt, so lange nach seinem Tod, die Dinge sich exakt so gestalten, wie er es befürchtet hatte. Während die 'Wirtschaftexperten' wie eh und je alles irgendwie schön reden - klar, sie kennen sich mit dem System Wirtschaft bestens aus und wissen, was es braucht. Sie rechnen nur nach wirtschaftlichen Gesetzmäßigkeiten, sie unterscheiden zwischen den unterschiedlichsten Wirtsschaftssystemen, zwischen Kapitalismus, Kommunismus und mehr, aber auf die Idee, das ein Kontrollsystem, das auf Profit beruht, überhaupt notwendig ist, auf die Idee kommen sie nicht. Weil sie sich ad hoc sagen, dass es nicht möglich ist. Sie orientieren sich nur innerhalb des Bezahlsystems, da kennen sie sich aus, aber die wenigsten verfügen über Wissen vom Leben und nach welchen Regelwerken es funktioniert. Sie erkennen wirtschaftliche Zusammenhänge, aber nicht die der Menschheit im Zusammenhang mit dem Lebensraum Erde. 


Sie erkennen nicht, dass jedwedes Profit-System automatisch ein 'mehr wollen als man braucht' mit sich bringt (und das können wir uns weltweit garnicht mehr leisten). 
Aber das ist es, was ich mir für die Zukunft der Menschen in Deutschland und auf der ganzen Welt wünsche: Dass die Verantwortlichen erkennen, dass Beschaffung und Verteilung der Güter/Produkte keine Frage der Bezahlbarkeit sein müsste, sondern einzig eine Herausforderung an die Logistik.
Mensch tut, was er kann und was ihm entspricht und er erhält, was er braucht. Wie es in der Natur vorgegeben ist - wie es uns die Evolution lehrt.

Ich habe gehört, wie sie sagten, dass ein Mindestlohn die Menschen davon abhält, arbeiten zu gehen, aber Sie irren, Frau Merkel. Mensch, der tun kann, was ihm entspricht, der schafft sogar gerne. Und die vielen Menschen, die in Ehrenämtern arbeiten, bezeugen das auch. Aber da sind ganz viele Menschen, die es leid sind (und die es krank macht), zu Arbeiten gezwungen und erpresst zu werden, die ihnen widersprechen. Heute können sich nur die allerwenigsten leisten, etwas zu tun, was sie erfüllt.

Liebe Frau Merkel, Sie sind in einer Gesellschaft aufgewachsen, in der es Zwänge gab und vermutlich haben Sie deshalb weniger Scheu, eine Entwicklung in diese Richtung hinzunehmen (ein ganz natürliches Resultat der Prägung), aber ich hab schon ein Problem mit den immer mehr werdenden Gesetzen, Zwängen, Richtlinien - ich bin in Freiheit aufgewachsen. In einer Zeit, als die Menschen gerade aufatmen konnten, weil die schlimmsten Hinterlassenschaften Hitlers aufgeräumt waren. 

Ich empfinde es als unendlich entsetzlich, dass die Menschen immer mehr unter Druck gesetzt werden, aber wenn es die Aufgabe von Politkern ist, Gesetze zu erlassen (um sich wichtig fühlen zu können - doch, doch, Hand aufs Herz, da ist was dran, hm?), muss einen Menschen, der über logisches Denkvermögen verfügt, nicht wundern, dass ein Gesetz nach dem anderen aus dem Boden gestampft wird - es wird immer enger für die Menschen und der Druck wird immer größer.


Ich würde mir wünschen, dass diese Entwicklung sich wieder umkehrt und der Druck und die Zwänge weniger werden, denn so wird es nicht funktionieren: Je schlechter es Menschen (und Tieren) geht, umso aggressiver und gewaltbereiter werden sie, das ist NORMAL. Da braucht es nicht noch mehr Gesetze, Kontrollen, Druck - da sollte mal nach der wirklichen Ursache geschaut werden. So gehts jedenfalls nicht weiter - nicht mal auf wirtschaftlicher Ebene. Aber kann man den Wert eines Menschen daran messen, ob er produktiv ist in diesem lebensfeindlichen System, das Raubbau und Ausbeutung belohnt (Aussicht auf Profit) und Menschlichkeit und Mitgefühl bestraft (Profitschmälerung durch Kosten)? Das ist doch unlogisch, Frau Merkel - es kann nicht funktionieren. Das hat mein Vater vor 40 Jahren schon erkannt und ich kann heute ganz bewusst zukucken, wie sich all die Schlingen überall fester und fester zuziehen. Wo ein Loch gestopft wird, klaffen ein Dutzend andere Löcher umso weiter auf und ich glaube, das haben Sie erkannt. Und es ist u.a. ein Grund für die Initiative 'Zukunftsdialog'.




Donnerstag, 12. Januar 2012

Ein Kind des lebendigen Gottes

Was ist der lebendige Gott?

Der lebendige Gott ist kein erdachter Gott, sondern der Geist des Lebendigen, der schon immer existiert hat und immer existieren wird, die Essenz allen allen Seins. Kein Gott, dessen Regelwerk Menschen frei nach dem eigenen Gut-Denken immer wieder verbessern und in künstliche Regeln und Gebote pressen wollen. Der Geist des Lebens ist in vollkommenem Einklang mit den Naturgesetzen, Dogmen braucht er nicht und das Leben braucht keine Regeln von Menschen, die glauben, es besser zu wissen.

Es staunen viele über die Faszination des Lebens und der Evolution - und da meint man, dass Gott erfunden werden musste? Erdachte Regeln als Gottes Gebote zu deklarieren, um dem Leben zu zeigen, wie es gut zu sein hat? 
Nun aber mal ehrlich, das ist doch albern.


Und ja - natürlich ist auch Geld (egal in welcher Form, ob es nun Taler, Zahlen, Punkte, Hosenknöpfe oder Elektronik ist) ein  Gott - der Gott der neuen globalen Religion Wirtschaft. Auch daran wird mit Eifer gefeilt, weil die Menschen überall zur Überzeugung gelangen, wieviel da falsch läuft.
Es ist nichts weiter als eine Überzeugung, dass man ein künstliches Regulierungssystem überhaupt braucht. Und auch ansonsten entspricht Wirtschaft exakt dem, was eine Religion ausmacht. Auch dass seine Anhänger felsenfest an die Notwendigkeit des Systems glauben. 


Das Leben braucht keine Regulierung, es reguliert sich am besten selbst. Und es ist an der Zeit, dass Mensch begreift, dass er ein Teil des Lebens ist. Ein Teil der Natur. Aber ein ziemlich zickiger Teil, der seit 5000 Jahren nicht von der Idee abweicht, es besser zu wissen. Ob das nun Fragen der ursprünglichen Religionen und der daraus erwachsenden (unterschiedlichen) Moralvorstellungen eines Volkes angeht oder ob es die neue Weltreligion Wirtschaft angeht, macht nicht die Spur eines Unterschieds.


Wo Mensch glaubt, es besser zu wissen als das Leben selbst, wird er scheitern.
Immer. Und ausnahmslos.

Wenn wir überleben wollen und unseren Kindern nicht die Butter vom Brot wegwirtschaften wollen, müssen wir nicht auf die Basen der jeweiligen künstlichen Regulatoren zurückgehen - das machen wir doch jetzt schon sein über 5
000 Jahren ohne Erfolg. Erst wars die Tauscherei, dann gab es andere Wege - immer wieder kam etwas Neues - und das ist der Grund dafür, dass es immer weiter aus dem Ruder läuft. Es reicht nicht, das künstliche System umzubauen - es muss einfach weg. Alles andere zögert den Kollaps bestenfalls hinaus. 


Was heißt es, ein Kind des lebendigen Gottes zu sein? 

Ein Kind des lebendigen Gottes ist ein Kind des Lebens, dem das Leben das Heiligste ist.
Ein Kind des lebendigen Gottes braucht keine weitere Zusatzregelung - es wird niemandem schaden, niemanden ausbeuten, an nichts 'verdienen'.
Ein Kind des lebendigen Gottes ist am Leben interessiert und wie es funktioniert. Ein Kind des lebendigen Gottes würde sich nie und nimmer dem Dogma unterwerfen, dass es die Wahrheit nicht finden kann, es würde sich überhaupt nie einem Dogma unterwerfen, das dem Leben widerspricht. 
Ein Kind des lebendigen Gottes ist authentisch, es lebt, was es fühlt - es zürnt, es klagt - und es liebt.

Ein Kind des lebendigen Gottes braucht keine Aufmunterung, um mitzuhelfen an der Einheit der Menschheit, ein Kind des lebendigen Gottes braucht nicht ein einziges Gebot, deren Übertretung halt nicht Verbrechen, sondern Sünde genannt wird, es braucht keine künstliche Regulierung, keine Moral, kein Gesetz - ein Kind des Lebendigen Gottes fühlt und es fühlt alles - ohne ein einziges Urteil über eines seiner Gefühle zu sprechen. Ein Kind des Lebendigen Gottes weiß, dass jedes Gefühl Ausdruck der Liebe wie Antwort auf das Leben ist. Und ein Kind des Lebendigen Gottes braucht weder einen Anreiz, zu geben noch einen, etwas zu tun.



Mhmmm, einigen von euch hat bei der Bezeichnung 'Kind des Lebendigen Gottes an Jesus gedacht. Richtig - er war ein Kind des lebendigen Gottes, dessen Lehren dann aber in die Regeln der schon bestehenden künstlichen Religion gepresst und bis zur Unkenntlichkeit verzerrt wurden. Er warnte zwar, dass man keinen zwei Herren dienen kann, aber sie haben das auf den 'einen Gott', den es schon in ihrem Bewusstsein gab, geschoben. Aber er meinte nicht nur diesen einen Gott - er meinte alles. Er meinte das Leben - er kannte das Leben. Und er lehrte das Leben und die Liebe.
Jesus Gebot wird niemals mit den Geboten des Moses in Einklang zu bringen sein. Genauso wenig wir mit den Geboten aller anderer Religionen, ganz egal, wie sie sich nennen.
Es hat noch keine wirklich funktioniert - alle künstlichern Regelungen sind wider die Natur und den Geist des Lebens. Daran muss keiner glauben, das kann jeder selbst erfahren, wenn er die Augen dafür öffnet.

Wenn ihr das Leben in Regeln pressen wollt - die Liebe, das Leben und die Erträge der Erde, die aller Zuhause ist - dann müsst ihr euch nicht wundern, wenn alles aus dem Ruder läuft. Mensch scheint geradezu besessen davon zu sein, das Leben in all seinen Facetten beherrschen zu wollen. Aber so lange er das will, wird er Unheil anrichten.

Ein Kind des Lebendigen Gottes weiß um diese Zusammenhänge.
Ich bin ebenfalls ein Kind des lebendigen Gottes und deswegen können mir all eure anderen Götter einfach gestohlen bleiben. Und eure ganzen Religionen dazu. Es ist mir egal, wie ihr sie nennt, es ist mir egal, wie ihr sie anpreist. Ich bin Kind des Lebendigen Gottes und jede weitere Erfindung eine Verzerrung des Lebendigen.

Ich bin nicht religiös, ich bin Kind des Lebendigen Gottes. Und als solches weiß ich, dass Liebe (zum Leben) die Anziehungskraft ist, die alles in Gang hält, wer das Leben verehrt, braucht nicht ein einziges weiteres Gebot, das nichts anderes erschafft als Sünde und Verbrechen, Zerstörung und Elend.

Gebt euren Kindern das Wissen um den Geist des Lebendigen und ihr werdet sie zu Menschen der Menschheit machen.
Die das noch als Spinnerei empfinden (das ist völlig in Ordnung), haben das einfach noch nicht begriffen. Das ist alles.

Sonntag, 1. Januar 2012

Auf ein Neues!

Es ist an der Zeit, die richtigen Fragen zu stellen.
Und die richtige Frage ist: Was brauchen die Menschen (wirklich)?
und: Wie kann es beschafft werden?
Das ist das Wesentliche - die Frage nach Bezahlbarkeit ist zwar normal, weil wir es nicht anders kennen, aber es ist dennoch so unnötig wie überflüssig.


Ich habe keine Lust mehr auf Berichte von Armut und Hunger, ich habe keine Lust mehr auf Berichte über gequälte Tiere, ich habe keine Lust mehr auf Berichte über Staatspleiten und Börsencrashs, es ist so unendlich elendig und all das Leid ist so überflüssig - ich habe einfach keine Lust mehr auf diesen Wahnsinn!

Wir (die Menschheit) sind technisch längst soweit, alle Menschen auf der Erde zu versorgen, es ist einzig eine Frage der Logistik. Das mag für viele schwer vorstellbar sein, aber vor hundert Jahren konnte sich kaum ein Mensch vorstellen, dass Frau einst auch wählen oder ihr Leben selbst bestimmen darf. Nur einige wenige haben das für möglich und auch für wichtig gehalten und aus den wenigen wurden mehr. Vor ca. 60 Jahren wurde es von den Gesetzgebern in die Tat umgesetzt und heute ist es zur Normalität geworden.

Das gilt überall - ein anderes, aktuelles Beispiel von der Macht der Überzeugung:
Mubarak und Gadafi konnten sich nicht vorstellen, den Menschen mehr Freiheit und Macht zuzugestehn – sie waren felsenfest davon überzeugt, ihre Macht aufrechterhalten zu müssen.

Und hier kann sich keiner vorstellen, von wirtschaftlichen Grundsätzen abzulassen. Das sind zwar zwei verschiedene Situationen, das weiß ich – aber sie haben die gleichen Wurzeln: Dass Mensch von etwas überzeugt ist, was aber ein Irrtum ist.
Hier denken die Menschen in Bezahlbarkeit, in Euro, in Währung, Schulden – als ob Europa eine Frage der Währung wäre. Aber die Verantwortlichen (nicht nur) der europäischen Länder sind fest davon überzeugt, was es allerdings nicht richtiger macht.
Genau so wenig wie die Festigkeit der Überzeugung von Mubarak, Gaddafi oder meinetwegen Julius Cäsar ein Garant für die Richtigkeit dieser Überzeugung war.

Und wenn ich die Geschehnisse in der jüngeren Vergangenheit betrachte, dann sehe ich, dass es die Menschen des Volkes sind, die sich gegen überholte Überzeugungen ihrer Regierungen auflehnen. Der Wandel erfolgt von unten nach oben, weil immer mehr Völker keine Lust mehr haben, darauf zu warten, dass die Menschen in den Regierungen von selbst umdenken. 
Ich kann mich jetzt an keinen Fall erinnern, in dem es umgekehrt gewesen ist. 

Der Anfang liegt in uns. In den Menschen des Volkes. 
Und das friedlich - es braucht 'nur' genug Menschen, die sich mit dieser Möglichkeit beschäftigen, die sich damit auskennen und dafür einsetzen. Einige gibt es schon, hier findet ihr einige von ihnen:

Petra Hanse: Eine Welt ohne Geld
Hans Dieter Steinle: Der 4. Weg und: Das Wildgans-Prinzip
Stefan Andromis Herbert: Vision einer Welt ohne Geld
Auf Vision 2012: Wie funktioniert eine Welt ohne Geld?

Und auf Facebook: Die Welt ohne Geld - Zukunftsvisionen

Und das ist nur ein kleiner Teil, wobei ich erwähnen muss, dass nicht alle von ihnen sich schon ganz von den künstlichen Begrenzungen lösen, aber das ist eine Frage der Zeit. Früher oder später stößt jeder, der sich ernsthaft damit beschäftigt, auf die gemeinsame Wurzel: Es geht nicht darum, die zu bestrafen, die sich des Systems für die eigene Bereicherung bedienen, es kann nur funktionieren, wenn der Anreiz wegfällt.

Derzeit verspricht Raubbau und Ausbeutung Profit - es wird belohnt. Während
Lebenserhalt und Menschlichkeit bezahlt werden muss, es schmälert den Profit und wird somit bestraft. Das ganze System ist auf eine Belohnung der Gier ausgelegt, während Hilfe immer bezahlt werden muss: Entweder von den Hilfsbedürftigen selbst, von Steuerzahlern oder von freiwilligen Spendern. 

Da sagt einem schon die Logik: Das KANN auf Dauer niemals Besserung bringen.

Und die das erkannt haben, werden immer mehr. Wir sind nicht alleine, aber noch sind wir viele Einzelne. Ich glaube, es ist an der Zeit, dass wir uns zusammen schließen. 
Es würde mich riesig freuen, wenn ihr mit helft, uns zu finden und zu verbinden.

In diesem Sinne:
Ich wünsche allen Menschen ein erfülltes Jahr 2012!

Montag, 26. Dezember 2011

Mein Weihnachtswunsch

Ich habe einen Wunsch...
Ich wünsche mir, dass die Würde des Menschen wirklich unantastbar ist. 
Nicht die Würde der Macht, nicht die Würde der Wirtschaft, nicht die Würde der Akademiker, der Deutschen, der jungen Starken, der Fehlerlosen - nein, die Würde des Menschen. Ich wünsche mir, dass die Würde eines Menschen unabhängig ist von seiner Produktivität bzw. Effektivität. Ich wünsche mir, dass die Würde des Menschen nicht mehr abhängig ist von der Wirtschaftlichkeit - dass Mensch nicht mehr fürchten muss, alt zu werden, dass Mensch nicht mehr fürchten muss, seine Arbeit zu verlieren, dass Mensch nicht mehr fürchten muss, krank zu werden, dass Mensch nicht mehr fürchten muss, arm zu werden.

Artikel 1 unseres Grundgesetzes ist das oberste Prinzip unserer Verfassung und unendlich bedeutend, es sollte vor allem den Menschen in führenden und verantwortungsvollen Positionen die Basis ihrer Entscheidungen sein. Wenn einem Menschen die Würde der Menschen, mit denen er zu tun hat und für die er produziert, die für ihn arbeiten, für die er verantwortlich ist, nicht das oberste Prinzip ist, dann handelt er sowohl wider das oberste Prinzip unserer Verfassung als auch wider das oberste Prinzip der Grundrechte der Europäischen Union und Teil der europäischen Verfassung. 
Keine Wirtschaftlichkeit der ganzen Welt kann das rechtfertigen.


Ich wünsche mir, dass es in seiner ganzen Bedeutung überall ankommt, in Medienanstalten, Banken und Konzernen, in Industrie und in Wirtschaft, in Politik und überall - bei allen Menschen, die Machtpositionen einnehmen, in allen Bereichen. Und natürlich auch bei Tante Trude aus Buxtehude.

Ich wünsche mir, dass Politiker und alle Angehörigen der Medien dies als besondere Verantwortung einhalten und den Menschen vorleben und dass diese menschenunwürdigen Hetzjagden auf Politiker und Prominente (die auch Menschen sind) der Vergangenheit angehören.

Ich wünsche mir, dass Redakteuren im Zeitungswesen wie in den Fernsehanstalten sich nach diesem Gesetz ausrichten, dass sie aufhören, künstlich Emotionen zu schüren im Kampf um Einschaltquoten und Werbeverträge. Denn kein Profit und kein Job rechtfertigt, dass sich jemand über dieses Gesetz hinwegsetzt, egal ob Geschäftsführer, Redakteure oder Moderatoren, sie alle haben eine Vorbildfunktion und verantworten, was sie mit ihrem Tun auslösen.
Überall, an allen Orten und für jeden Menschen in Krankenhäusern, Altersheimen, Banken, Börsen & Versicherungen, in Fernsehsendern & Zeitungsverlagen, in allen Konzernen, Firmen & Betrieben (auch bei Lidl, Schlecker & Co.), in Ministerien, Chef-Etagen, Schulen und wo auch immer - wenn die sogenannte 'staatliche Gewalt' auf irgendetwas achten muss, dann doch wohl auf die Einhaltung des obersten Prinzips unserer Verfassung. Denn wo sich Menschlichkeit der Wirtschaftlichkeit beugen muss, wird unser Grundgesetz zur Farce.

Ich wünsche mir, dass das auch bei den Politikern ankommt, die sich über dieses Gesetz hinwegsetzen in ihren Hetzjagden wider Politker anderer Parteien. Es ist so unendlich beschämend, ihnen zuzuhören, wie sie sich wichtigtuerisch aufplustern und jeden Kratzer eines 'Gegners' ausschlachten und das eigentlich Wichtige übersehen:
Die Würde des Menschen ist unantastbar

Ich wünsche mir, dass dieses Gesetz endlich ernst genommen wird.
Und dass nur noch Gesetze Bestand haben, die vollkommen und ganz mit diesem ersten und höchsten Gesetz in Einklang stehen. Und dass nur Verträge Bestand haben, die mit diesem ersten und höchsten Gesetz in Einklang stehen. Und dass "Sie (die Würde des Menschen) zu achten und zu schützen ist Verpflichtung aller staatlichen Gewalt." wirksam wird.

Kein Geschäft, kein Wirtschaftsaspekt, kein Job und kein noch so großer Profit darf Rechtfertigung sein, sich über die Würde eines Menschen hinwegsetzen zu können. Ich wünsche mir, dass sich die 'staatliche Gewalt' auf dieses Gesetz besinnt und das wichtiger nimmt als alles andere.


Ich wünsche mir, dass ich an die Einhaltung unseres Gesetzes vertrauen kann:

Die Würde des Menschen ist unantastbar


Das wäre ein Schritt in eine menschlichere Welt. Ein Anfang.  
Auch "Die weiteste Reise beginnt mit dem ersten Schritt."
(Tenzin Gyatso, XIV Dalai Lama v. Tibet)